2. Grazer Berufsbildungskongress (GRABEK)

Pädagogische Hochschule Steiermark

13. bis 14. 4. 2023

Kontakt: berufsbildungskongress@phst.at

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Basierend auf der Osnabrücker Erklärung (Osnabrück Declaration, 2020) haben sich die Bildungssysteme der EU-Mitgliedstaaten und Beitrittskandidaten  ambitionierte Ziele gesetzt. Widerstandsfähigkeit und Exzellenz sollen durch eine hochwertige, inklusive und flexible berufliche Bildung sichergestellt werden. Dabei ist die Etablierung einer neuen Kultur des lebenslangen Lernens unter Berücksichtigung der Digitalisierung anzustreben und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit mit einer grünen Perspektive zu schärfen.

Die Pandemie ist ein beispielloser Weckruf, der tiefe Ungleichheiten offenlegt, gewohnte Systeme durcheinanderbringt und soziale Normen in Frage stellt. Gleichzeitig ist damit auch die Chance verbunden, nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Es ist Zeit für Veränderung, für einen tiefgreifenden Systemwechsel hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft, die sowohl den Menschen als auch dem Planeten Erde zugutekommt. Entlang der von der Vollversammlung der Vereinten Nationen 2015 (United Nations, 2015) beschlossenen 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Global Sustainable Goals) geben Themen Diskussionsanlässe, wie inklusive, gerechte und hochwertige Bildung, Geschlechtergerechtigkeit,  dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle. In diesem Kontext ergeben sich Diskurse auf allen Ebenen des Bildungssystems, beginnend von der Primarstufe bis hin zur tertiären Bildung, explizit eingeschlossen ist dabei auch die betriebliche Fort- und Weiterbildung; eine Schlüsselrolle kommt den Institutionen der Lehrkräfteausbildung zu. Auf ihre Zielgruppe, die künftigen Lehrer*innen, warten komplexe Aufgaben: Sie stellen derzeit und zukünftig Lernumgebungen bereit, die die Entwicklung von Grundkompetenzen, digitalen Kompetenzen, Querschnittskompetenzen, ökologischen Kompetenzen bis hin zu Lebenskompetenzen, wie Resilienz und die Motivation zu lebenslangem Lernen, gewährleisten sollen (Europäische Union, 2020).

Daraus ergeben sich zentrale Fragen, die am 2. Grazer Berufsbildungskongress thematisiert werden sollen:

  • Wie kann nachhaltiges Lehren und Lernen in der beruflichen Bildung gelingen?
  • Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat die Berufsbildung im Bereich Nachhaltigkeit?
  • Welche Beiträge können Akteur*innen in der Berufsbildung im Bereich Nachhaltigkeit leisten?
  • Wie können Lehr-/Lernumgebungen gestaltet werden, um die Entwicklung von Nachhaltigkeit zu fördern?
  • Wie kann die Berufsbildung den ökologischen und digitalen Wandel unterstützen?
  • Welche Relevanz hat das Thema „Nachhaltigkeit“ für die beruflich Bildung im Kontext von sich ändernden Berufsbildern?
  • Welche Möglichkeiten haben Ausbildungsinstitutionen, die Nachhaltigkeitsziele (Agenda 2030) umzusetzen?
  • Wie können institutionelle Vernetzungen auf nationaler und internationaler eine nachhaltige Berufsbildung unterstützen?
  • Welche Kompetenzen müssen Lehrer*innen mitbringen, um nachhaltige Lernprozesse zu ermöglichen?

Berufsbildungsforschung ist angesprochen, durch Kooperation und evidenzbasierte Arbeit die Fragen der Nachhaltigkeit aufzugreifen und zu beantworten. Der 2. Grazer Berufsbildungskongress lädt Forscher*innen aller Disziplinen, Universitäts- und Hochschullehrende, Lehrer*innen aller Bildungsstufen, Trainer*innen in der Erwachsen- und Weiterbildung sowie Studierende, ein, Beiträge einzureichen, um sie zu präsentieren und sie mit einem interessierten Auditorium zu diskutieren.

United Nations (2015). Transforming our world: the 2030 Agenda for Sustainable Development. Resolution adopted by the General Assembly on 25 September 2015. A/RES/70/1. United Nations Official Document

Osnabrück Declaration (2020). Osnabrück Declaration on vocational education and training as an enabler of recovery and just transitions to digital and green economies. https://www.bibb.de/dokumente/pdf/ab31_corrigendum_osnabruecker_erklaerung.pdf

Europäische Union (2020). Empfehlungen des Rates vom 24. November 2020 zur beruflichen Aus- und Weiterbildung für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz. Amtsblatt der Europäischen Union, 2020/C 417/01. https://www.bibb.de/dokumente/pdf/CELEX_32020H1202(01)_DE_TXT.pdf

Zeitplan

14. März 2022Beginn der Einreichung der Abstracts und der Kongressanmeldung via ConfTool
30. September 2022Ende der Einreichfrist für Abstracts
14. November 2022Rückmeldung zur Beitragsannahme
30. Dezember 2022Print ready der Abstracts
15. Jänner 2023Ende der „Early Bird“-Registration
31. Jänner 2023Konzept des Kongressprogramms
13./14. April 2023Kongress

Beitragsformate

Beiträge können ab sofort über ConfTool eingereicht werden.

Einzelbeiträge

Es können Vorträge zu laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten mit Fokus auf das Kongressthema im Umfang von jeweils 20 Minuten eingereicht werden. Gleichsam können strukturierte und evaluierte berufspädagogische Unterrichtsformen (auch Unterrichtsprojekte) vorgestellt werden. Die Vorträge werden von der Kongressorganisation zu Panels zusammengestellt.

Für die Einreichung von Einzelbeiträgen sind folgende inhaltliche und formale Angaben erforderlich:

Symposien

Symposien bestehen aus drei Beiträgen zu einem Themenschwerpunkt und einer Gesamtwürdigung durch eine Diskussionsleitung. Der zeitliche Rahmen für das gesamte Symposium beschränkt sich auf 90 Minuten. Bei der Einreichung ist neben den Abstracts zu den Einzelbeiträgen (Formatvorgaben siehe Einzelbeiträge) auch ein Mantelabstract mit max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen (exkl. Literaturangaben) zu verfassen. Dieses enthält:

  • Titel des Symposiums
  • Zusammenfassung (max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) inkl. Zitationen nach APA-Style
  • Stichworte: bis zu fünf durch Komma getrennte Stichworte
  • Einzelbeiträge (siehe Formatvorgaben Einzelbeiträge)
  • Angaben zur Person der Diskutantin bzw. des Diskutanten (Name, E-Mail
    Organisation)

Poster

Für die Einreichung von Postern sind Abstracts von max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen (exkl. Literaturangaben) einzureichen. Poster sind im Format DIN A0 (Hochformat) anzufertigen und ausgedruckt mitzubringen. Poster werden nur ausgestellt, wenn mindestens eine Person des Autorinnen- bzw. Autorenteams bei der Poster-Session vor Ort ist. Die Poster-Session wird am ersten Tag des Kongresses stattfinden. Dafür ist ein Zeitslot von einer Stunde vorgesehen.

Offene Veranstaltungsformate

Offene Formate stellen eine Möglichkeit dar, thematisch relevante Projekte an der Schnittstelle Wissenschaft – Praxis vorzustellen, zu diskutieren und zu disseminieren. Das Präsentationsformat ist dabei frei wählbar und sollte interaktive Elemente enthalten. Für die Einreichung von offenen Veranstaltungsformaten sind Abstracts von max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen (exkl. Literaturangaben) einzureichen.

Beispiele:

  • Lehrer*innen der berufsbildenden Schulen stellen gemeinsam mit Schüler*innen Diplomarbeitsprojekte vor.
  • Lehrende und Forschende der Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten präsentieren gemeinsam mit Studierenden Projekte.

Einreichung

Beitragsvorschläge können ab sofort bis zum 30.9.2022 über ConfTool eingereicht werden.

Review

Alle Beiträge werden in einem Double-Blind-Review-Verfahren nach folgenden Kriterien begutachtet: Bezug zum Kongressthema und Aktualität, Nachvollziehbarkeit der Darstellung, wissenschaftliche Qualität bzw. Kohärenz des geplanten Beitrags (Theorie, Fragestellung, Forschungsmethodik).

Abstract-Band

Die Beiträge erscheinen in einem Abstract-Band. Für ausgewählte, qualitativ hochwertige Beiträge, ist der Druck in einem Band, der online erscheint, vorgesehen.