Beitragseinreichung

 

1. Grazer Berufsbildungskongress (GRABEK)

Pädagogische Hochschule Steiermark

17. bis 18. September 2020

Kontakt: skills4future@phst.at

Webpage: www.skills4future.at

Kongressbeirat:

  • HS-Prof. Dr. Daniela Moser (PH Steiermark)

  • HS-Prof. Mag. Thorsten Jarz (PH Steiermark)

  • Univ.-Prof. Dr. Sabine Köszegi (TU Wien)

  • HS-Prof. Dr. Norbert Kraker (PH Niederösterreich)

  • Prof. Dr. Eleonore Lickl (PH Steiermark)

  • HS-Prof. Dr. Regine Mathies (PH Tirol)

  • Prof. Mag. Ernst Pichler (PH Steiermark)

Diskurse um Fragen einer durch Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung geprägten digitalen Transformation und die damit verbundenen Chancen und Risiken sind in den vergangenen Jahren vielgestaltig geführt worden. Bereits 2007 konstatierte die Europäische Union eine Veränderung in der Gesellschaft, herbeigeführt durch die dynamische Nutzung von Daten. Neue Kompetenzen sind in Zukunft notwendig, um die „neue digitale Welt“ zu meistern. Dabei geht es nicht mehr nur um die Anwendung technischer Fertigkeiten, sondern um ein tiefes Verständnis von Möglichkeiten, Herausforderungen und ethischen Fragen, die die neuen Medien mit sich bringen. (Europäische Gemeinschaften, 2007)

Der zunehmende und selbstverständliche Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in  schulischen, hochschulischen und betrieblichen Arbeitsumgebungen verlangt neben spezifischen Kenntnissen interdisziplinäres Denken und Handeln. Akteurinnen und Akteure in Arbeitsprozessen werden stärker in Innovationsprozesse einbezogen, um die Vielfalt des Wissens effektiv und effizient zu nutzen. Die fortschreitende Automatisierung vieler Prozessschritte bedeutet, dass in Zukunft für berufstätige Menschen Entscheidungskompetenzen und Kreativität wichtig werden, reines Anwendungswissen wird nicht mehr ausreichend sein. (Schuh et al., 2017)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen in beruflichen Arbeitsumgebungen sehr häufig in Kontakt mit sensiblen Daten, der Umgang mit diesen erfordert ein Bewusstsein der IT-Sicherheit und der damit verbundenen Handlungen. Die zunehmende Bedeutung von sozialen Medien und der Möglichkeiten, diese im beruflichen Umfeld zu nutzen, bedingen eine Aktualisierung von Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit.

Daraus erwachsen Fragen nach der Verantwortung des Bildungssystems, ist doch die Teilhabe an politischen, kulturellen und ökonomischen Prozessen innerhalb der Gesellschaft von besonderer Relevanz für Bildungsprozesse. Wir fokussieren in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Verantwortung des Berufsbildungssystems: Wie kann das Berufsbildungssystem auf allen Handlungs- und Gestaltungsebenen – Betrieb, Schule, Hochschule, Erwachsenenbildung – Lernende auf diese zukünftigen Anforderungen vorbereiten?

Einige Rahmenprogramme definieren und zeigen Kompetenzen auf, die im 21. Jahrhundert diesen Ansprüchen gerecht werden können. (Fadel et al., 2017) Schlüsselfaktoren, häufig definiert als 4 Ks (Kollaboration, Kritisches Denken, Kommunikation und Kreativität), sind in den meisten Programmen zentrale Faktoren.

Deutlich wurde und wird, dass neue Kompetenzen für eine kritisch reflektierte Partizipation in einer digital geprägten Welt notwendig sind. Der Kongress soll einerseits Forum sein zur Präsentation und Diskussion von theoretischen und fachdidaktischen Forschungsarbeiten, andererseits bietet sie auch Raum zur Darstellung von berufspädagogischen Unterrichtsformen und Projekten.

Mögliche Fragestellungen für die unterschiedlichen Formate können sein:

  • Welche Lehr-/Lernszenarien sind geeignet, um Kollaboration, Kritisches Denken, Kommunikation und Kreativität bei Schülerinnen und Schülern zu induzieren? Wie lassen sich diese rahmen und mit etablierten pädagogischen Theorien verbinden? Können die Lernergebnisse messbar gemacht werden?
  • Wie sollen digitale Lernumgebungen gestaltet werden, damit Schülerinnen und Schüler jene Kompetenzen entwickeln, die für zukünftige Arbeitswelten erfolgsversprechend sind?
  • Werden die Curricula der berufsbildenden Schulen den Anforderungen zukünftiger Arbeitsumgebungen gerecht?
  • Welche curricularen und organisatorischen Formen der Lehrinnen- und Lehrerausbildung sind der Berufsbildung förderlich, um Schülerinnen und Schüler für die zukünftige Arbeitswelt bestmöglich auszubilden?
  • Wie manifestiert sich digitale Transformation im Kontext beruflicher, hochschulischer Lehrerinnen- und Lehrerbildung?
    Welche speziellen hochschuldidaktischen Maßnahmen fördern die 4Ks von
    angehenden Lehrerinnen und Lehrern der beruflichen Bildung? 
  • Welche Bedeutung haben der Erfahrungshintergrund und die Persönlichkeitskonstellation von (zukünftigen) Lehrerinnen und Lehrern der
    beruflichen Bildung für die Gestaltung von Lehr- und Lernumgebungen?

Europäische Gemeinschaften (2007). Schlüsselkompetenzen für Lebenslanges Lernen. Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften.

Fadel, C., Bialik, M. & Trilling, B. (2017). Die vier Dimensionen der Bildung. Was
Schülerinnen und Schüler im 21. Jahrhundert lernen müssen.
Hamburg: Center
for Curriculum Redesign.

Schuh, G., Anderl, R., Gausemeiser, J., ten Hompel, M. & Wahlster, W. (2017). Industrie 4.0. Maturity Index Managing the Digital Transformation of Companies. Munich: Herbert Utz
Verlag.

Zeitplan

23. September 2019 Beginn der Einreichung der Abstracts und Beginn der
Kongressanmeldung via ConfTool
6. Jänner 2020 Ende der Einreichfrist für Abstracts
16. März 2020 Rückmeldung zur Beitragsannahme
15. April 2020 Print ready, Autorinnen und Autoren müssen bis dahin
die endgültige Version geschickt haben.
4. Mai 2020 Ende der „Early Bird“-Registration
29. Juni 2020 Konzept Kongressprogramm
17./18. September 2020 Kongress

Beitragsformate

Einzelbeiträge

Es können Vorträge zu laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten mit Fokus auf das Kongressthema im Umfang von jeweils 20 Minuten eingereicht werden. Gleichsam können strukturierte und evaluierte berufspädagogische Unterrichtsformen (auch Unterrichtsprojekte) vorgestellt werden. Die Vorträge werden von der Kongressorganisation zu Panels zusammengestellt.

Für die Einreichung von Einzelbeiträgen sind folgende inhaltliche und formale Angaben erforderlich:

  • Auswahl: Forschungsbasierter Beitrag oder Konzeptiver Beitrag oder
    Evaluationsprojekt
  • Titel des Beitrags
  • Zusammenfassung (max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen):
    • Darstellung der Ausgangslage und theoretischer Hintergrund
    • Forschungsfrage, Ziele, ev. Hypothesen
    • Forschungsmethoden, Design, Sample
    • Ergebnisse und Diskussion (optional)
  • Stichworte: bis zu fünf durch Komma getrennte Stichworte
  • Bibliografie: nach APA-Style
  • Informationen über den Autor/die Autorin bzw. Autoren/Autorinnen: Name, E-Mail, Organisation

Symposien

Symposien bestehen aus drei Beiträgen zu einem Themenschwerpunkt und einer Gesamtwürdigung durch eine Diskussionsleitung. Der zeitliche Rahmen für das gesamte Symposium beschränkt sich auf 60 Minuten. Bei der Einreichung ist neben den Abstracts zu den Einzelbeiträgen (Formatvorgaben siehe Einzelbeiträge) auch ein Mantelabstract mit max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen (exkl. Literaturangaben) zu verfassen. Dieses enthält:

  • Titel des Symposiums
  • Zusammenfassung (max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) inkl.
    Zitationen nach APA-Style
  • Stichworte: bis zu fünf durch Komma getrennte Stichworte
  • Einzelbeiträge (siehe Formatvorgaben Einzelbeiträge)
  • Angaben zur Person der Diskutantin bzw. des Diskutanten (Name,
    E-Mail
    Organisation)

Poster

Für die Einreichung von Postern sind Abstracts von max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen (exkl. Literaturangaben) einzureichen.

Poster sind im Format DIN A0 (Hochformat) anzufertigen und ausgedruckt mitzubringen. Poster werden nur ausgestellt, wenn mindestens eine Person des Autorinnen- bzw. Autorenteams bei der Poster-Session vor Ort ist.

Die Poster-Session wird am ersten Tag des Kongresses stattfinden. Dafür ist ein Zeitslot von einer Stunde vorgesehen.

Andere Veranstaltungsformate

Soweit andere Formate realisiert werden wollen, ist im Vorfeld eine Abstimmung mit dem Veranstaltungsteam notwendig.

Einreichung

Beitragsvorschläge können ab sofort bis zum 6.1.2020 über ein Online-Formular auf unserer Kongresshomepage eingereicht werden.

Review

Alle Beiträge werden in einem Peer-Review-Verfahren nach folgenden Kriterien begutachtet: Bezug zum Kongressthema, Nachvollziehbarkeit der Darstellung, wissenschaftliche Qualität
bzw. Kohärenz des geplanten Beitrags (theoretisch und methodisch), Qualität der
empirischen Ergebnisse.

Abstract-Band

Die Beiträge erscheinen in einem Abstract-Band. Für ausgewählte, qualitativ hochwertige Beiträge, ist der Druck in einem Band, der online erscheint, vorgesehen.